Sehenswürdigkeiten in Zweibrücken

Sehenswürdigkeiten in Zweibrücken


Landgestüt Zweibrücken

Das Landgestüt Zweibrücken wurde im Jahr 1755 gegründet. Herzog Christian IV. legte so den Grundstein für eine gezielte Zucht eines Reitpferdes. Christian war selbst ein guter Reiter und hatte in England die Pferdezucht kennengelernt. Somit lag nahe, eine eigene Zucht in Zweibrücken aufzubauen. Auf Christian gehen auch die beiden Rassen „Zweibrücker“ und „Anglo-Araber“ zurück. Hier kaufte auch der Preußen-König Friedrich II. 150 Pferde, was Qualität und Bedeutung des Gestütes belegt. Nach Christians Tod übernahm sein Neffe den Zuchtbetrieb. Im Jahr 1806 wurde das Gestüt von französischen Truppen zerstört, allerdings wurde das Gestüt rasch wieder aufgebaut. Napoleon selbst schenkte dem Gestüt seinen wertvollen Araber-Hengst Fayoum. 1814 floh der Gestütsleiter mit einigen Pferden Richtung Frankreich. Auf dieser Reise wurden jedoch einige Pferde von österreichischen Truppen nach Wien verbracht. 1816 kam die Pfalz zu Bayern und so gehörte das ehemalige Pfälzische Kreisgestüt dem Gestüt das Königlich-Bayerisches Land- und Stammgestüt. Mehrfach in den letzten 250 Jahren mussten die Pferde aufgrund von Kriegshandlungen, Bränden oder ähnlichem evakuiert werden. Gerade in den beiden Weltkriegen wurden die Pferde in Sicherheit gebracht, da Gebäude und Teile der Stadt zerstört wurden. Seit 1960 werden auf dem Landgestüt lediglich Hengste gehalten. Die Pferde waren zunächst vor allem im Kriegsdienst und in der Landwirtschaft eingesetzt. Heute ist das Landgestüt des Landes Rheinland-Pfalz Landesleistungszentrum für den Reit – und Fahrsport. Hier entstanden auch Pferderassen wie der Zweibrücker, der früher besonders in der Landwirtschaft eingesetzt wurde, heute als Reit- und Kutschpferd neue Aufgaben gefunden hat. Aus dem ehemaligen herzoglichen Gestüt ist heute inzwischen eine GmbH geworden und somit ein erfolgreiches Unternehmen. Hier finden Turniere, Pferdeschauen und andere Veranstaltungen wie Vorträge rund um Pferde und Pferdesport statt.


Rosengarten

Der Rosengarten im pfälzischen Zweibrücken gehört zu den größten Parkanlagen in Europa. Hier werden über 60.000 Rosenstöcke von rund 2.000 unterschiedlichen Sorten kultiviert. Der Park wurde 1914 durch die Prinzessin Hildegard von Bayern feierlich eröffnet. Der Rosengarten ist abwechslungsreich mit Teichen und anderen Pflanzen gestaltet. Im Juni finden zur Rosenblüte die alljährlichen Zweibrücker Rosentage statt. Zwischen Mai und September finden regelmäßig Konzerte im Rahmen einer Rosengarten-Konzertreihe hier statt. Die Idee zum Rosengarten stammte von dem Verein Pfälzer Rosenfreunde. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Verein auch die Aufgabe, den zerstörten Park wieder herzurichten und für das Publikum zugänglich zu machen. Das Engagement des Vereins machte denn auch bereits 1948 die Wiedereröffnung möglich. Seit 1950 gehört der Rosengarten der Stadt Zweibrücken. Die Parkanlage erfuhr mehrere Umgestaltungen und Erweiterungen und überzeugt heute mit Nostalgie und moderner Architektur. Neben den Rosen machen den Park unzählige andere Pflanzen, Bäume, Pavillons, Brunnen und Skulpturen einmalig. Neben den bereits erwähnten Konzerten finden hier noch viele weitere kulturelle Angebote großen Anklang. Theater, Feste und Picknicks locken die Besucher über die Stadtgrenzen hinaus. Daneben bieten die Gärtner alles Wissenswerte über Rosen in Seminaren und Führungen, wobei sie den Hobbygärtnern den einen oder anderen Profitipp verraten.


Schloss Zweibrücken

Befährt man die Autobahn A8 von Homburg aus über das Autobahnkreuz Neunkirchen, so erreicht man in etwa 20 Minuten den Abzweig Zweibrücken. Hier befindet sich eine der kleinsten Kreisfreien Städte des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Diese kleine aber sehr bedeutende Stadt des Bundeslandes, hat seine ganz besonderen touristischen Reize und ist alljährlich das Ziel vieler Besucher und Touristen. Der eigentümliche Name „Zweibrücken“ entstammt von einer sich an dieser Stelle ehemals erbauter Burg, deren ganz besonderes Zeichen, zwei die Burg umlaufende Wallgräben darstellte. Man musste also erst zwei Brücken passieren um in die Burg zu gelangen. Rund um diese ehemalige Burg entstand im Laufe der Jahrhunderte die Stadt Zweibrücken. Viele in ihrer Schönheit nicht zu überbietenden Baudenkmäler findet man in dieser kulturhistorisch bedeutenden Stadt. Eines dieser Denkmäler ist das Schloss Zweibrücken. Das ehemals schwer zerstörte Schloss dient heute dem Bundesland Rheinland-Pfalz als Sitz des Pfälzischen Oberlandesgerichtes. Das Schloss wurde auf den Grundmauern der aus dem 12. Jahrhundert stammenden und zerstörten Burg Zweibrücken erbaut. Diese einst vom Grafen von Zweibrücken zum Schutz der die Burg tangierenden Handelsstraße errichtete Burg, ist heute in seinen Überresten am östlichen Schenkel des als Dreieck angelegten Schlossplatzes in Rudimenten erhalten. Im Laufe der Jahrhunderte, wurde das Schloss beständig Um-und Ausgebaut. Seine uns noch erhalten gebliebene äußere Form, erhielt das Schloss in den Jahren 1725 bis 1726. Im Verlaufe seines Bestehens, wechselte das Schloss mehrfach seine Bestimmung, so dienst es als Residenz und Repräsentationsbauwerk aber auch als kleine Feste. Sein heutiges Aussehen verdankt das Schloss dem Umstand, daß man in der Lothringischen Stadt Nancy die Originalbauplane des einstigen Baumeisters Johann Erikson Sundahl fand, nach denen das Schloss von 1962 bis 1964 umfangreich restauriert wurde.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Zweibrücken

Bundesland:
Rheinland-Pfalz

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
300 m ü. NN

Fläche:
70,65 km²

Einwohner:
34.109

Autokennzeichen:
ZW

Vorwahl:
06332

Gemeinde-
schlüssel:

07 3 20 000

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